Die Biene als Honigsammler


Verbreitung


Die Honigbiene (Apis mellifera) stammt wahrscheinlich aus Indien Durch die Imkerei ist sie heute sogar weltweit verbreitet.



Die Biene und ihr Volk


Die Bienen gehören zu den sozialen Insekten. Ein Bienenvolk besteht im Sommer aus bis zu 80.000 Individuen, den Winter überdauern nur etwa 10.000 – 15.000 von ihnen. Es gibt drei unterschiedliche Kasten (Gesellschaftsschichten). Eine Kaste besteht aus unfruchtbaren Weibchen: Den Arbeiterinnen. Die zweite Kaste bilden die männlichen Bienen: Die Drohnen. In der dritten Kaste lebt nur ein Tier: Die Königin. Arbeiterin: 12 bis 15 mm – Sie sorgen für alles: Stock putzen, Maden füttern, Honig lagern, am Eingang wachen, Temperatur im Stock regulieren, Blütenstaub und Nektar sammeln. Im Sommer leben sie 4-6 Wochen. Nur die Winter-Bienen werden circa 6 Monate alt. Drohn: 14 bis 18 mm – Drohnen haben in erster Linie die Aufgabe für die Paarung der jungen Königinnen zu sorgen. Sie erscheinen vom Frühjahr bis zum Spätsommer und sterben sofort nach der Paarung. Sie haben keinen Stachel. Königin: 16 bis 20 mm – Die aktive Aufgabe der Königin beschränkt sich auf das Eierlegen. 1.500 Eier am Tag sind keine Seltenheit. Eine Königin kann mehrere Jahre alt werden.


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Merkmale der Honigbiene


Pollenhöschen


In die Körbchen an den Hinterbeinen werden die Pollen, die sich an den Beinen und Körper der Biene ansammeln, gebürstet.


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Stachel


Er ist mit Widerhaken besetzt. Dadurch reißt es der Biene nach einem Stich einen Teil des Hinterleibs ab, woran sie stirbt. Der Giftapparat sitzt direkt am Stachel und pumpt Gift in das Opfer.


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Auge


Die Facettenaugen der Biene können auch ultraviolettes Licht wahrnehmen.


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Wachsschuppen


Am Hinterleib befinden sich Drüsen, aus denen Wachs abgesondert werden kann. Mit diesem Wachs bauen die Bienen ihre Waben.


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Der Lebenszyklus


Wenn im Frühling die Temperatur zwischen 7-10 Grad Celsius liegt, lösen sich die Bienen aus der „Wintertraube“. Die Königin beginnt sofort mit der Eiablage. Rund-Maden 3 Tage nach der Eiablage haben sich Maden entwickelt. Diese werden mit Futtersaft gefüttert. Streck-Maden Am 8. Tag werden die Zellen mit einem Deckel verschlossen. Am 13. Tag setzt die Verpuppung ein. Puppen Innerhalb der Puppe entwickelt sich die Biene. Am 21. Tag nagt sie den Wachsdeckel auf und schlüpft. Die Arbeiterinnen, die den Winter überdauert haben, starten zu den ersten Ausflügen, um Nektar und Blütenstaub für die neue Brut zu sammeln. Im April legt die Königin Eier, aus denen sich die Drohnen entwickeln. Sobald die Königin Eier in die Weiselbecher (Königinzelle) legt, steht das Schwärmen bevor. Dieses ist der natürliche Vorgang der Volksvermehrung. Eine dunkle, summende Wolke aus Bienen verlässt den Stock. Oft können Bienenschwärme, die sich in einer Schwarmtraube an Bäumen gesammelt haben, von Imkern eingefangen und in Bienenkästen neu angesiedelt werden. Im Restvolk schlüpft etwa 8 Tage später eine neue Königin. Diese muss, bevor sie Eier legen kann, begattet werden. Zu diesem Zweck fliegt sie aus. Ab Juli geht das Brutgeschäft zurück und noch lebende Drohnen werden aus dem Stock geworfen (was deren Tod bedeutet). Zum Herbst bilden die Bienen die Wintertraube.


Die Bienenwohnung (Beute)


Viele der Honigbienen, die uns begegnen, ob im Garten, im Feld oder Wald, haben ihr Zuhause meist in einem künstlichen Bienenstock, der von einem Imker betreut wird.


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Die Bienenwabe


Die Sechseckform der Waben bietet auf kleinster Fläche, mit geringstem Materialaufwand die größte Zahl an Bienenwiegen.


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Nektar und Blütenstaub


Während die Bienen unermüdlich die Blumen nach Nektar absuchen bepudern sie sich auch mit Blütenstaub, den sie von Blüte zu Blüte tragen. So betreiben sie ebenso ausdauernd die Bestäubung verschiedener Pflanzen. Eine Biene besucht bei einem Ausflug aus dem Stock etwa 50 Blütenpflanzen. Kernobst (Apfel, Birne), Steinobst sowie Beerensträucher sind Insektenblüher und auf die Bestäubungstätigkeit der Bienen angewiesen. Das Ergebnis der Bestäubungsarbeit sind reichlich tragende Obstbäume mit wohlgeformten Früchten. Die Bienen sind für den Erhalt unserer blühenden Wildflora verantwortlich.


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Wie die Bienen Honig "machen"


Die Biene saugt den Nektar über ihren Rüssel auf. Der süße Saft landet in der Honigblase. Im Stock liefert die Biene die Nahrung an eine Stockbiene ab. Dabei wird das Produkt eingedickt und mit Verdauungsfermenten angereichert. Zum Schluss wird das Produkt in den Waben gesammelt. Der Blütenhonig ist reif wenn die Waben von den Bienen verdeckelt werden. Wird statt Nektar Honigtau (von Pflanzenläusen ausgeschiedener Zuckersaft) von Bäumen gesammelt, spricht der Imker nicht von Blütenhonig, sondern von Blatt- oder Waldhonig.


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Honig- und Wachsernte


Die Waben werden von den Bienen freigeschüttelt. Als Ersatz erhalten die Bienen eine bereits leergeschleuderte Wabe. Als nächstes werden die Wachsdeckel über den Honigzellen entfernt. Der entdeckelte Honig wird nun durch Schleudern aus den Waben geholt. Aus der Schleuder kann der Honig direkt in Gläser abgefüllt werden. Durch den Verzehr von heimischem Honig kann jeder einzelne auch einen Beitrag zu Naturschutz leisten. Aus den leeren Waben gewinnt der Imker das darin enthaltene Rohwachs. Bienenwachs wird in der kosmetischen Industrie verwendet, zum Beispiel in Cremes, Seifen und Lippenstiften. In der Pharmazie wird Wachs in Salben verwendet und wohl jeder kennt Bienenwachskerzen


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